Jungschützenkurs-Anschlussprogramm 2021/2022 – Bericht und Auswertung 5. Kurstag

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Rolf Krieg, Nachwuchsleiter G10m

Schiessrhythmus

Wie viele Schützen und Schützinnen beschäftigen sich mit ihrem persönlichen Schiessrhythmus, was versteht man darunter und was hat dieser mit dem Erreichen von guten Resultaten überhaupt zu tun? Sehr viel, nur wird er von den wenigsten Schützen/innen genügend berücksichtigt und trainiert. Der Grund liegt vielleicht auch darin, weil der ganze Ablauf eines Schusses bis zum nächsten Schuss meistens unbewusst geschieht. Man kann ihn aber auch trainieren! Für ein hohes Resultat ist ein möglichst gleichmässiger, individueller Rhythmus Voraussetzung. Der Gesamtrhythmus sollte wenn möglich zügig, mutig, entschlossen, risikobereit und angriffslustig sein, wichtige Voraussetzung ist allerdings dass die Technik stimmt. Der grosse Vorteil davon ist die Ersparnis von Kraft, Kondition, Konzentration und der Reserven. Einen Wettkampf oder ein Training, bei dem der Rhythmus stimmt und man sich “im Flow fühlt“ ist beinahe ein Genuss.
Und gerade deshalb beinhaltete der heutige Kurstag diese interessante Thematik.

Nach einer theoretischen Einführung bezüglich der Teilelemente des Schiessrhythmus ging es mit drei verschiedenen praktischen Übungen zur Sache. In unterschiedlichen und kommandierten Zeiteinheiten à 70, 60 und 50 Sekunden wurden jeweils 10 Schuss geschossen. Dabei kamen die wichtigen Teilelemente des Schiessrhythmus zum Einsatz, nämlich in folgender Reihenfolge: das korrekte Einsetzen des Gewehrs, die konzentrierte Vorbereitung des Zielvorganges, das genaue Zielen mit sauberer Schussauslösung inklusiv Nachhalten, der Trefferbeobachtung mit Schussanalyse und Gewehr laden, einer kurzen Entspannungs- und Konzentrationsphase bis zum nächsten Anschlag.

Nach diesen anspruchsvollen Übungen wurde allen Kursteilnehmern/innen bewusst, wie wichtig der zeitliche Ablauf von Schuss zu Schuss sein kann. Am beliebtesten wurde mehrheitlich der 50-Sekunden-Rhythmus erwähnt.
Zum Abschluss wurde noch ein Kurzwettkampf von 20 Schuss im eigenen Rhythmus absolviert, bei dem es darum ging den eigenen Rhythmus bewusster zu spüren. Dabei wurden generell sehr gute Resultate erzielt. Das beste Ergebnis in der Stellung “stehend frei“ erreichte Arina mit 20 Treffern und hohen 180 Punkten, wobei sie mit einer 93er Passe erstmals die 90er Marke übertraf. Mit nur einem Punkt weniger erzielte Emma wie gewohnt ein beachtliches Resultat. Robin bestätigte seine ansteigende Form mit guten 171 Punkten und Dana erreichte mit 166 Punkten ihr bisheriges Bestresultat. An seinem guten Resultat von 157 Punkten durfte sich Gian erfreuen.
In der Stellung “bewegliche Auflage“ schossen Jimena mit 158 und Devya mit 154 Punkten ansprechende Punktzahlen.

Meine Erwartungen, unterschiedliche Schiessrhythmen zu erfahren und den eigenen idealen Schiessrhythmus zu finden, wurden erreicht. Allerdings müssen einige Kursteilnehmer/innen der Schussanalyse (Schussauslösung mit Nachhalten) noch mehr Beachtung zu schenken um höhere Resultate zu erreichen.
Seit Beginn des Anschlussprogrammes machen einige Kursteilnehmern/innen sehr erfreuliche Fortschritte, während es bei anderen auf und ab geht. Das individuelle Talent und der persönliche Ehrgeiz sind sehr unterschiedlich. Erfreulich ist jedoch bei allen die vorbildlich gute Disziplin und das angenehme Verhalten, welche die Kursführung wesentlich erleichtern – vielen Dank.
Gerne bedanke ich mich natürlich auch bei Peter für seine wertvolle Unterstützung.

Rolf Krieg
Nachwuchsleiter G10m
SSV Cham-Ennetsee

Auswertung Kurstag 5