Jungschützenkurs-Anschlussprogramm 2020/21 – Bericht 7. Kurstag

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Rolf Krieg, Nachwuchsleiter G10m

Innerer und äusserer Anschlag

Das Thema von heute: “Innerer und äusserer Anschlag“. Was das wohl wieder bedeutet – vielleicht für einen Jungschützenkurs eine zu hohe Thematik? Ich lasse mich jedenfalls gerne überraschen wie die Kursteilnehmer diese Herausforderung aufnehmen werden.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung hatte ich und auch Peter den Eindruck dass alle verstanden hatten um was es geht. Der äussere Anschlag wurde schon nach wenigen Erklärungen verstanden, da man ja bisher immer von einer stabilen Stellung und dem ominösen Nullpunkt gesprochen hatte. Bei der Thematik des inneren Anschlags waren dann die Kursteilnehmer/innen aber gefordert, mussten sie sich doch intensiv mit sich selbst und ihren Gefühlen und Wahrnehmungen auseinandersetzen. Die praktischen Übungen mit entsprechenden Feedbacks zeigten dann bald, dass auch diese Thematik eine wichtige Rolle spielt. Muskelkater vom Skifahren, ein voller Magen vom Mittagessen, Lust zu trinken, auf‘s Klo zu gehen, störende Gespräche oder weitere Störfaktoren wurden allen viel bewusster als bisher. Und warum wohl? Weil man dem bis anhin gar keine Beachtung geschenkt hatte. Und um diese unbequemen Störungen – die den Rhythmus negativ beeinflussen können – in den Griff zu bekommen, muss man sie erst auch erkennen und dann eben individuell richtig reagieren – eigentlich einfach und machbar!

In beiden Ablösungen wurden gute bis ausgezeichnete Resultate erreicht. Franco erzielte mit 40 Schwarztreffern und 357 Punkten ein sehr gutes Resultat, es fehlt nicht viel und dann ist die 360-er Limite erreicht. Auch Robin, ebenfalls mit 40 Schwarztreffern und 338 Punkten darf mit seiner Leistung zufrieden sein. Bei Carlo lief es bei drei Passen auch gut, leider verhinderten dann eine 2 und drei Nuller in der dritten Passe und nur 42 Punkten ein erfreulicheres Resultat. Eine ausgezeichnete Leistung erzielte der jüngste Teilnehmer Marko mit 40 Schwarztreffern und Passen von 91, 93 und 2×95 Punkten. Aber auch in der Stellung “stehend frei“ wurden ganz ansehnliche Resultate erzielt. Erstmals schaffte Leroy das Maximum mit den Schwarztreffern und nur noch eine Passe liegt unter dem 70-er Wert. Bei Fabia lief es ebenfalls gut, sie erzielte auch 40 Schwarztreffer und konnte bei drei Passen die 80-er Grenze halten, das am Ende ein erfreuliches Total von 330 Punkten ergab. Unsere Emma ist noch keine Überfliegerin, aber ihre konstant guten Passen, die klar und weit im 80-er Bereich liegen, erreichte mit sehr guten 344 Punkte eine neue Duftmarke.

Bei der Schlussbesprechung haben die Kursteilnehmer/innen ihre Wahrnehmungen des inneren Anschlags präsentiert, was sehr interessant war. Dabei zeigte sich, dass Störfaktoren von aussen sehr unangenehm sind, innere Spannungen wie Muskelkater, aber auch Ablenkung, Gedanken, Konzentrationsschwäche, Nervosität oder sogar Glücksgefühle eine grosse Rolle spielen – auch Stress wurde empfunden.

Meine Zielsetzung – den inneren Anschlag bewusster zu erkennen und spüren – wurde zu 100% erreicht, was für mich im vorhinein gar nicht selbstverständlich war – diese Übung hat sich jedenfalls gelohnt. Weiterhin muss die Diopterkorrektur noch konsequenter benutzt werden, damit sich die Treffergarbe noch weiter ins Scheibenzentrum verschiebt und dann logischerweise auch höhere Punktzahlen ergibt.

Mit dem Verlauf und den Leistungen des heutigen Kurstages bin ich sehr zufrieden und haben mich gefreut. Mein Helfer Peter hat seinen Scatt mitgebracht und zum Einsatz gebracht – besten Dank.

Rolf Krieg

Nachwuchsleiter G10m

SSV Cham-Ennetsee

Auswertung Kurstag 7